Gerade erst aus der „LachHaft“ entlassen, studieren die Grazbürsten gerade ihr 26. Programm ein. In „KassaBlanka“ beweist das Kabarett-Quintett Mut und Weitblick: Das Ensemble stellt sich der Weltwirtschaftskrise, schaut ihr in die Augen und zeigt, wie man mit ihr auch umgehen kann.
Graz. Jahr für Jahr auf der Kabarettbühne stets witzig und komisch sein müssen – da hat jeder Künstler so seine Krisen. Und muss lernen, sich daraus zu befreien. Weil wir alle die Weltwirtschaftskrise zu spüren bekommen, und so mancher auch schon vor seiner KassaBlanka gestanden sein und überlegt haben dürfte: Was nun? – genau deswegen wollen die krisenresistenten Grazbürsten nun ihre immense Erfahrung aus 26 Bühnenjahren mit ihrem Publikum teilen, das diese bestimmt brauchen kann. Sie zeigen, wie man der Krise auch begegnen kann: Indem die fünf Kabarettisten geradewegs auf sie zugehen, ganz nach dem KassaBlanka-Motto: Schau mir in die Augen, Krise!
Die Jubiläumsbesetzung Ursula Bruck, Franz Friedrich, Franz Gollner, Petra Huber, Janos Mischuretz und Gerhard Wanker laden ihre Gäste folglich ein zu einem Besuch im Reisebüro für Daheimgebliebene zum Spartarif, sind überzeugend in ihrer Wirtschaftskalkulation über Leben und Sterben (Letzteres ist ohnehin nicht mehr leistbar), finden für die Österreichische Post den Ausweg aus der Misere und helfen Ihnen dabei, für Ihre (Groß-)Mutter ein passendes Geschenk zum 100. Geburtstag zu finden.
Das Jahr 1 nach dem Jubiläum
Seit 25 Jahren halten die Grazbürsten den Steirerinnen und Steirern den Spiegel vor. Dafür verurteilte sich das Quintett im Vorjahr zu „LachHaft“ – das Jubiläumsprogramm, mit dem die Kabarett-Truppe dutzende Male für ausverkaufte Säle sorgte. Das letzte Mal gerade noch am 8. Oktober in Gleisdorf – ein Monat später starten die fünf bereits mit ihrem neuen Programm in ihr 26. Jahr auf den Bühnen im ganzen Land. Seit dem Vorjahr mit dabei ist. Franz Friedrich, nachdem sich Gründungsmitglied Horst Goldemund in den kabarettistischen Ruhestand begeben hatte. Mit Friedrich wurde ein würdiger Nachfolger gefunden: Von 1977 bis 2005 gehörte er dem Ensemble des Grazer Schauspielhauses an, seine ersten kabarettistischen Sporen verdiente er sich bei den „Gal(l)eristen“ die er gemeinsam mit Sepp Trummer, Ewald Autengruber und Gerda Klimek gegründet hatte.
Beißkraft & Balancegefühl
„Was wahr ist, darf man angreifen, auch wenn es für die Kritisierten schmerzhaft ist“, erzählt Franz Gollner, als Urgestein der „Grazbürsten“ heuer das 20. Jahr bei der Truppe, warum er und seine Kollegen von der Kabarettbühne aus so gerne den Finger in offene Wunden legen.
Premiere: 13. November 2009, 20:00 Uhr
20., 21., 28. November 2009, 20:00 Uhr
5., 11. Dezember 2009, 20:00 Uhr
8., 9., 10., 15., 16., 19., 22., 29., 30., 31. Jänner 2010, 20:00 Uhr
5., 7. Februar 2010, 20:00 Uhr