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Petra Music (Dr.mus.art., Mag.phil., Mag.art, geb. 1978), Flötistin aus Graz, aufgewachsen in Allerheiligen bei Wildon, hat im Mai 2008 ihr Doktoratsstudium in Flöte (Performance und Literatur) an der University of Illinois at Urbana Champaign absolviert, an der sie auch als Assistenzlehrerin von
Jonathan Keeble gearbeitet hat. In Österreich studierte sie Konzertfach Flöte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei
Dieter Flury, erstem Flötisten der Wiener Philharmoniker. 2005 hat sie in Graz ihre Studien in Instrumentalpädagogik Flöte und Deutsche Philologie erfolgreich abgeschlossen. Davor arbeitete sie mit Thomas Illenberger und Wolfgang Strassnig in Graz und hat ein Semester an der University of Melbourne, Australien bei Mardi McSullea verbracht. Weitere musikalische Inspirationen bekam sie durch die Teilnahme an Meisterkursen in Österreich, Frankreich, der Schweiz, Spanien, Deutschland, England und den USA (u.a. bei
Robert Aitken, Moshe A. Epstein, Ian Clarke, Wissam Boustany, Amy Porter und Thomas Robertello). Aufgrund ihrer Liebe zum Unterrichten ist Petra seit vielen Jahren Flötenlehrerin, u.a. an der University of Illinois, der Musikschule Fernitz, der Musikschule Heiligenkreuz und ihrem privaten Studio.
Als Solistin, Orchestermusikerin und in langjähriger Zusammenarbeit mit der Pianistin Chia Tyan Yang im
Duo Young Music absolvierte Petra zahlreiche Auftritte im In- und Ausland, darunter Fringe Festival Melbourne/Australien 2001, Quedlinburg/Deutschland 2003, Detmold/Deutschland 2004, FIMU Festival Belfort/Frankreich 2005 und 2006, St. Louis Flute Day/USA 2005, Chicago Flute Fest/USA 2006. 2000 nahm sie mit den
Ausseer Hardbradlern “Go Charly Go” auf, im Sommer 2004 spielte Petra mit Chia-Tyan ausgewählte Werke aus ihrem Repertoire ein: die CD "Young Music - Young Sonatas" wurde im selben Jahr ins Archiv des ORF aufgenommen. Seit 2003 ist sie ausgewählte Künstlerin für Yehudi Menuins Stiftung
Live Music Now. Seither hat sie viele Auftritte vor einem bunten Publikum absolviert, das ansonsten keine Möglichkeit hätte, klassische Musik zu erleben. Inspiriert von Yehudi Menuhins Idee hat Petra im Mozartjahr 2006 für die Lebenshilfe Leibnitz einen Mozart Workshop für behinderte Menschen entworfen, der mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Während des Studiums in den USA war Petra Mitglied im UI Opera Ensembe, der UI Symphony und dem UI Philharmonia Orchester. Davor trat sie mit dem Barockorchester des J.J. Fux Konservatoriums Graz, dem Operettenorchester Graz, dem KlangImpuls Orchester und dem KUG Orchester auf, 2006/2007 war sie Soloflötistin im UI New Music Ensemble unter
Eduardo Diazmunoz, ehemaliger Assistent Leonard Bernsteins, arbeitete mit der
Martha Graham Dance Company zusammen und trat bei den Flöten Festivals in Chicago und St. Louis auf.
Petra wurde mehrfach von verschiedenen Institutionen für ihre künstlerischen Leistungen gewürdigt. 2005 wurde ihr ein Stipendium der renommierten
University of Illinois at Urbana-Champaign zugesprochen, 2006 war sie Stipendiatin der
Emanuel und Sofie Fohn Stiftung Wien, 2007 folgte ein Stipendium des
Bundeskanzleramts für Kunst in Wien. Weiters wurde sie zur Teinahme an Meisterkursen in Schottland, Deutschland und der Schweiz eingeladen.
Petras besondere Liebe gilt
zeitgenössischer und experimenteller Musik, in den letzten Jahren intensivierte sie die Auseinandersetzung mit modernen Spieltechniken sowie verschiedenen Klangquellen. Für 2009 ist eine internationale CD Produktion mit dem Titel "Metamorphoses" geplant, die Werke von Nicolaus A. Huber, Rodolfo Acosta, Hee-Yun Kim, Mauro Montalbetti und Nicholaus A. Vines präsentieren wird. Petras wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf literarische Einflüsse in der zeitgenössischen Musik. Ihre Diplomarbeit, eine fächerübergreifende Arbeit über die Rezeption von
Paul Celans Dichtung in der Musik Harrison Birtwistles beschäftigt sich mit der Komposition "Pulse Shadows". Ihrer Dissertation über den 1939 in Passau geborenen Komponisten
Nicolaus A. Huber mit dem Titel "Literary Quotes in Nicolaus A. Huber's Music for Flute" folgte ein Lecture Recital mit US Premieren von Hubers Stücken "First play Mozart", "O dieses Lichts", "Als eine Aussicht weit..." und "Don't fence me in". Im Zuge dieses Projekts publizierte sie auch in Dr. Philipp Blumes Ausgabe über die Musik von Mathias Spahlinger und Nicolaus A. Huber in der Zeitschrift
"Contemporary Music Review" einen Aufsatz über die Radiosendungen zur Neuen Musik von Spahlinger und Eggebrecht, sowie Übersetzungen von Texten von Nicolaus A. Huber. Ausserdem ist sie Autorin für das US Flötenmagazin
Flute Talk.