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Edith Temmel

 
geboren in Graz, lebt und arbeitet freischaffend in Graz.

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. in: Graz, Linz, Wien, Darmstadt, Osnabrück, Szombathely, Marburg (Slowenien), Tel Aviv, Brüssel, Berlin und New York City (World Trade Center, 2001).

Verschiedene Preise. Ehrenmedaille der Stadt Graz.

Seit 1984 zahlreiche Aufträge zur Gestaltung von Glasfenstern im In- und Ausland.
1997 Wandmalerei (Fresko)
Verschiedene Buch-Illustrationen und Titelgestaltungen (u.a. Österreichische Schulbibel) und eigene Publikationen („Das Hohe Lied“, Bildband 1998, Weishaupt-Verlag).

Seit 1997 laufend Teilnahme an Weiterbildungsseminaren für Glasschmelzkunst (Fusing) und Glasgestaltung in Deutschland und Oberösterreich.

Edith Temmel malt am liebsten mit Musik, sie setzt Musik direkt in Malerei um: „Meine Bilder sind Simultan-Übersetzungen von Musik in die Malerei“.


Von Werner Fenz

Nicht nur in der Person von Edith Temmel sucht sich die abstrahierende bis hin zur gegenstandslosen Malerei immer wieder einen geistigen Gegenstand der Orientierung. Aus einer Grammatik, die ausschließlich aus farbigen Strichen und Flecken zu bestehen scheint, bauen sich transitorische Sprachfetzen auf, die nicht selten – trotz ihrer Abstammung aus der abstrakt-expressionistischen Familie – in einen komprimiert lesbaren lyrischen Bildtext münden.
Das trifft auch für die bisher im Lautstärkebereich wie in einer fast schon obligaten Reichweitenmessung zurückhaltend agierende Künstlerin mit ihrer Werkserie „Eine kleine Nachtmusik“ zu. Umso mehr, als sich ihr Arbeitsansatz in den letzten beiden Jahrzehnten immer zielgerichteter auf die Balance zwischen freier malerischer Textur und einer mehr oder weniger deutlich daraus auftauchenden Gestalthaftigkeit konzentrierte. Es handelt sich nicht um Zufälle, wenn malerische Zyklen zum Alten Testament einen wesentlichen Platz in ihrer Werkliste einnehmen, wenn sie also – ebenso eine Reihe weiterer – Texte „übersetzt“. Da rückt das Genre der Illustration in weite Ferne, weil sich in einem fühlenden und wohl auch sehnenden Gleichklang Farben zu Formen verdichten: Dem Wort wird die malerische Substanz nicht gegenüber-, sondern gleichgestellt. Vor den Bildern wird klar, dass es sich nicht um die Auseinandersetzung auf einer begrifflichen Ebene handelt, sondern um Annäherungen, die auf dem Sichtbarmachen verwandter Schwingungen basieren.
Mit solchen zwischen zarter Eleganz und geballter Kraft auf- und abschwellenden Schwingungen dringt Edith Temmel immer wieder ebenso gedanken- wie lustvoll in jene scheinbar unbegrenzten Räume vor, die Dichtung und, in einer unbestritten weitaus stärkeren abstrakten Dimension, Musik zu erzeugen imstande sind. In den Klangbildern, nach gelber oder violetter, nach ausufernder oder sich zu Körpern oder Köpfen verfestigender Musik gemalt, sehen wir die bisher vielleicht offensivste Form der bildkünstlerischen Antwort auf räumliche Erfahrungen: kraftvoll und leuchtend vorgetragen, durch das hohe schlanke Bildformat zusätzlich mit der vertikalen Bewegung des Fließens versehen. Unzählige Schichten des Raumes sind mit Farben und daraus entwickelten Formen markiert. Die Setzung der Bildzeichen bestimmt unsere Blickrichtung und gleichzeitig die räumliche Qualität, in die sich unsere Wahrnehmung mit ganz unterschiedlich initiierten Bewegungsabläufen verstrickt. In diesen visuellen Begegnungen tritt der Klangraum als Auslösefaktor hinter die variantenreichen malerischen Koordinaten des Raumerlebnisses zurück: Das Farbklavier gibt den Ton an.

Seit August 2001 bilden Ingrid Stern, Renata Schwarzbauer und Edith Temmel eine Künstlergruppe mit dem Namen „TRI ANGEL ART ©" und arbeiten an mehreren gemeinsamen Projekten.
 


 


 


 


 


 


 



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