"Du hast es so gewollt"

Premiere Fr 27.2., 19:00 Uhr (bis So 8.3.)

Foto: kk
Sujet der Veranstaltung
Der Satz "du hast es so gewollt!" dient als eine typische Abwehrhaltung, mit der sich Mütter konfrontiert sehen, wenn sie die Herausforderungen ansprechen, denen sie begegnen. Ob zu Hause, in den Schulen oder am Spielplatz - überall treffen sie auf die tiefen und strukturellen Probleme dieser Zeit.
In Berufen, selbst in künstlerischen, ist das nicht anders. „Entweder man ist Künstlerin oder man ist eben Mutter“ (Marina Abramovic)

Konzept/Text/Performance: Vera Hagemann, Sissi Noé
Bühne/Ausstattung: Raphaela Nadja Miclauc

Eine produktion von zweite liga für kunst und kultur


Termine
Premiere 27. Februar 2026, 19:00 Uhr
28. Februar 2026, 19:00 Uhr
5., 6., 7. März 2026, 19:00 Uhr
8. März 2026, 17:00 Uhr

Weitere Informationen
"DU HAST ES SO GEWOLLT" ist ein Satz, den wohl jede Mutter schon mal gehört hat
und der als typische Abwehrhaltung dient, mit der sich Mütter konfrontiert sehen, wenn
sie die strukturellen Herausforderungen ansprechen, denen sie begegnen.
"DU HAST ES SO GEWOLLT“ ist eine Theaterperformance von Künstlerinnen, die auch
Mütter sind. Oder von Müttern, die auch Künstlerinnen sind?
Es ist ein Stück in der Lücke zwischen dem, was wir „Privatsache“ nennen, und dem, was
eine Gesellschaft am Laufen hält.
Wer darf ausfallen – und wer nicht? Wer wird getragen, wer trägt?
Im Zentrum steht der Versuch, künstlerische Arbeit unter Bedingungen sichtbar zu
machen, die permanent in Konkurrenz zueinander stehen: Zeit gegen Aufmerksamkeit,
Körper gegen Anforderungen, Intimität gegen Öffentlichkeit, Selbstbestimmung gegen
Notwendigkeit.
Wie lässt sich Präsenz herstellen, wenn alles gleichzeitig an einem zerrt?
Welche Formen von Konzentration sind überhaupt möglich?
Was bedeutet „Professionalität“, wenn permanente Verfügbarkeit in allen Bereichen zur
stillen Grundbedingung wird? Und wer definiert diese Standards?
Marina Abramovic, eine der bekannteste Performance-Künstlerinnen dieser Zeit, hat
diese Frage beantwortet : „Entweder man ist Künstlerin oder man ist eben Mutter.“
Mit „DU HAST ES SO GEWOLLT“ kämpfen zwei Performerinnen gegen diesen Satz an.
Mit all der Energie die noch bleibt, wird untersucht, was geschieht, wenn der Körper nicht
mehr „freies Material“ ist, sondern bereits erschöpft, beansprucht, gebraucht? Es geht
um Form, um Regeln, um einen Betrieb, der so gebaut ist, dass jemand anders den Preis
zahlt - meistens zu Hause, meistens Frauen, meistens unsichtbar.
Wie klingt ein Leben, das permanent gleichzeitig stattfindet?
„DU HAST ES SO GEWOLLT“ ist ein Abend zwischen klassischem Konflikt und
makabrem Humor, zwischen Performance und Dokument, zwischen Zärtlichkeit und
Überforderung. Kein Plädoyer für „bessere Organisation“, sondern ein Blick auf die
strukturellen Bedingungen, unter denen Fürsorge und Kunst möglich sein sollen – und oft
nicht sind.
„Wir sind Mütter
Und wir sind Theaterschaffende
Und wir sind heute … eine Versuchsanordnung
Wir testen wie weit man kommt, wenn man immer wieder zurückgezogen wird
Und ob der Satz stimmt, dass eine Entscheidung ist.
Als wärs ein Menü.
Als würdest du sagen: Ich nehme Kunst. Ohne Beilagen.
Oder:
Ich nehme Mutter. Ohne Ich“


Reservierungen unter: zweiteliga@mur.at // pay as you wish and can
Eintritt: pay as you wish and can


Theaterhaus
Kaiser-Franz-Josef-Kai 50, 8010 Graz
https://www.theaterhaus.at
Haltestelle Schlossbergplatz: Straßenbahnlinien 3, 5


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