Digithalia-Festival für virtuelle Theaterformen

Unter der Kuratierung von F. Wiesel versteht sich DIGITHALIA als temporäre Plattform für Theaterformate, die digitale Technologien nicht nur nutzen, sondern kritisch reflektieren. Das Festival präsentiert regionale wie internationale Gastspiele sowie Produktionen des Schauspielhaus Graz. Theater, Games, Filme, Installationen und Konzerte eröffnen unterschiedliche Perspektiven darauf, wie digitale Technologien im zeitgenössischen Theater verhandelt werden.
Eröffnet wird DIGITHALIA 2026 mit einer Keynote von Johanna Pirker, die an der Technischen Universität Graz zu Gaming, Virtual Reality und Künstlicher Intelligenz als kulturellen Erfahrungsräumen forscht. In ihrem jüngsten Buch »The Game is On: Wie Gaming unsere Welt revolutioniert« untersucht sie Games als narratives Medium und als Räume, in denen gesellschaftliche Fragen verhandelt, Werte erprobt und neue Formen des Miteinanders erfahrbar werden.
Zu den zentralen Arbeiten des Festivals zählt die Lecture Performance »Be Arielle F.« des Schweizer Künstlers Simon Senn. Ausgangspunkt ist der Kauf einer digitalen Körperreproduktion im Internet. Die Arbeit verhandelt Fragen nach digitalem Eigentum, Körperbildern, Repräsentation und ethischer Verantwortung in virtuellen Räumen.
Ebenfalls hervorgehoben wird die Augmented Reality-Arbeit »Memories of Snow«, die das Publikum in eine immersive Erinnerungswelt zwischen Klimakrise, Verlust und Zukunftsentwürfen führt. Die Arbeit macht digitale Erinnerungsräume erfahrbar und eröffnet eine poetische Perspektive auf das Zusammenspiel von Technologie, Erinnerung und Verantwortung.
Der Augmented Reality Film »The Tent: An AR Story« von Martha Marion und Rory Mitchell erzählt in Form eines begehbaren Miniaturraums von Obdachlosigkeit, Verantwortung und Privilegien. Mit »World Wide Wiki« versammelt DIGITHALIA webbasierte künstlerische Recherchen zum Zustand freien Wissens im digitalen Zeitalter und thematisiert dessen Bedrohung durch Künstliche Intelligenz, politische Eingriffe und Zensur.
Die Recherche »On the Internet, nobody knows you’re a dog« von Theresa Reiwer untersucht das Digitale Double und fragt danach, wie Identität, Körperbilder und Stereotype in virtuellen Räumen erzeugt und reproduziert werden.
Mit »Die Tragödie von Romeo und Julia« und »Etwas kommt mir bekannt vor« stehen zwei erfolgreiche Eigenproduktionen des Schauspielhaus Graz ebenso am Festivalplan und verwandeln das Haus für vier Tage in einen digitalen Erfahrungsraum.
Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
www.schauspielhaus-graz.com
+43 (0) 316 80 08
info@theater-graz.com
Haltestelle Freiheitsplatz/Schauspielhaus: Buslinie 30
öffentl. Parkplätze am Karmeliter- und Freiheitsplatz
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