Annenstraße 1938 – Raub und Vertreibung
Mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eine neue Pracht- und Einkaufsstraße vom Zentrum von Graz zum Bahnhof geschaffen – die Annenstraße. Hier ließen sich der Folge auch zahlreiche jüdische Kaufleute nieder, die innerhalb kürzester Zeit mit heftigstem Antisemitismus konfrontiert waren. Zum Zeitpunkt der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1938 gab es noch über 30 von Jüdinnen und Juden betriebene Geschäfte und Gewerbebetriebe entlang der Annenstraße, die in der Folge „arisiert“ oder liquidiert wurden. Die BesitzerInnen wurden verfolgt, beraubt und zur Ausreise gezwungen. Während einige den Nationalsozialisten entkommen konnten und in den Exilländern eine neue Existenz aufzubauen versuchten, wurden wiederum andere in Ghettos und Vernichtungslager deportiert und 40 von ihnen ermordet. Nach 1945 kam es zu mühevollen Verfahren der Rückstellung des geraubten Besitzes und einem jahrzehntelangen Schweigen über diese Verbrechen.
Das Buch dokumentiert sowohl die Geschichte und Gegenwart dieser Straße als auch die Geschichte der jüdischen Geschäftsleute, deren Verfolgung und Beraubung sowie das lange Schweigen darüber.
Weitere Informationen
Buchpräsentation und Diskussion:
Joachim Hainzl, Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht (Historiker)
Joachim Hainzl, Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht (Historiker)
Veranstalter: Eine Veranstaltung von , CLIO und Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz
rotor
Volksgartenstraße 6a, 8020 Graz
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+43 (0) 316 688 306
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Haltestelle Roseggerhaus: Straßenbahnlinien 1,4,6,7; Buslinien 67,67E
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