Buchpräsentation – Ethan Gutmann: Organraub in China „The Xinjiang Procedure“

Mi 6.5., 19:00 Uhr

Das neue Buch des Investigativjournalisten und Autors Ethan Gutmann wird in Rezensionen
als “Mischung aus Alexander Solschenizyn und Stephen King” bezeichnet. Er fuhr
undercover an die chinesische Grenze, um dort Überlebende der chinesischen Arbeitslager
zu interviewen. Was er dabei erfuhr und in “The Xinjiang Procedure” beschreibt, ist
wahrlich keine Kleinigkeit. Graphische Beschreibungen von Folter, Gruppenvergewaltigung
und Organraub an Glaubensgefangenen lassen den Leser mit einem verstörenden, aber
auch klaren Bild der Zustände in der nordwestlichen Xinjiang-Region Chinas zurück, wo die
Kommunistische Partei Chinas mit unmenschlichen Mitteln gegen die Muslime der Region
vorgeht.

Schon seinem Buch “The Slaughter” zum Thema Organraub an Glaubensgefangenen in
China aus dem Jahr 2014 widmete Gutmann jahrelange Recherchen. Während er damals
vor allem die an Praktizierenden der Falun Gong-Bewegung verübten Grausamkeiten
untersuchte, sind die Zeugen in seinem neuesten Buch muslimische Uiguren. Das Thema
und seine Brisanz haben über die Jahre ebensowenig abgenommen wie die Grausamkeit
der Schergen des kommunistischen Regimes in China, die Andersdenkende bis aufs Blut
verfolgt – sprichwörtlich.

Ethan Gutmann, geboren in Chicago/USA, ist Investigativjournalist, Autor und Analyst. In
den 1990er Jahren leitete er als Hauptermittler die Dokumentationsserie „American
Investigator“. 1998 ging Gutmann nach Peking und arbeitete drei Jahre lang für einen
chinesischen Fernsehsender für Dokumentarfilme und für ein Beratungsunternehmen. Dort
erlebte er auch den Beginn der Verfolgung von Falun Gong vor Ort im Jahr 1999. Ethan
Gutmann veröffentlichte umfassende Artikel zu verschiedensten Chinathemen in
namhaften Zeitungen wie The Weekly Standard, Investor’s Business Daily, The Asian Wall
Street Journal, World Affairs Journal, National Review und andere.


Termine
6. Mai 2026, 19:00 Uhr

Weitere Informationen
Englischsprachige Lesung des Buches „“The Xinjiang Procedure“ und anschließendem
Gespräch mit Übersetzung.
Eintritt: frei


Literaturhaus
Elisabethstraße 30, 8010 Graz
www.literaturhaus-graz.at
+43 (316) 380-8360
literaturhaus@uni-graz.at
Haltestelle Merangasse: Straßenbahnlinien 1,7; Buslinien 63,64,64E


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