Die Dichterin, Philosophin, Bildhauerin, Schauspielerin, Übersetzerin und Imkerin Melitta Urbancic wurde 1902 als Melitta Grünbaum geboren. Sie studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie in Wien sowie in Heidelberg, außerdem Schauspiel bei Max Reinhardt. 1930 heiratete sie den Komponisten und Dirigenten Victor Urbantschitsch (später Urbancic). 1933 musste die Familie von Mainz nach Österreich flüchten, da Melitta Urbancic jüdischer Herkunft war und sich für die Friedensbewegung engagiert hatte. Sie lebten mit ihren vier Kindern in Graz, wo Victor Urbancic am Konservatorium eine führende Position innehatte. Von Graz aus emigrierte die Familie 1938 weiter nach Reykjavík (Island). Zu Lebzeiten veröffentlichte Melitta Urbancic nur einzelne Gedichte und Artikel. Im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft erschienen mehrere Bände. Ihr Nachlass wird im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrt.
Termine
5. November 2026, 19:00 Uhr
Weitere Informationen
Sibyl Urbancic (Tochter Melitta Urbancics) und Astrid Nischkauer (Herausgeberin) lesen aus dem Werk von Melitta Urbancic