»UNDINE GEHT« Ein Solo nach der Erzählung von Ingeborg Bachmann

Premiere Sa 26.9., 18:00 Uhr (bis Do 15.10.)

Foto: kk
Sujet der Veranstaltung
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann eröffnen wir die Spielzeit in der Konsole mit der Erzählung »Undine geht«.
Das poetische, wütende und zugleich verletzliche Solo inszeniert in unmittelbarer Nähe zum Publikum die junge Regisseurin Lily Kuhlmann, deren Arbeiten 2026 u. a. zum »Körber Studio Junge Regie« und zum »Festival Radikal jung« eingeladen waren.


Termine
Premiere 26. September 2026, 18:00 Uhr
30. September 2026, 20:30 Uhr
2., 6., 14., 15. Oktober 2026, 20:30 Uhr

Weitere Informationen
Enttäuscht zieht sich Undine ins Wasser zurück. Zuvor spricht sie jedoch in eindringlichen Worten zu Hans – dem Prototyp aller Männer. Aus weiblicher Perspektive thematisiert sie den Konflikt zwischen individueller Wahrheit und gesellschaftlichem Anpassungsdruck und richtet sich gegen ein übermächtiges Patriarchat, das sowohl Frauen als auch Männer in vorgegebene starre Rollen zwingt.

In dichter, sinnlicher Sprache entfaltet Ingeborg Bachmanns Text eine vehemente Abrechnung mit struktureller Gewalt und eine scharfsinnige Reflexion über weibliche Verletzlichkeit und existenzielle Verzweiflung. Das mythologische Wasserwesen Undine erscheint darin als selbstbewusste, nach Autonomie strebende Stimme. Der Utopie einer Harmonie zwischen Mensch und Natur, Mann und Frau sowie Vernunft und Gefühl begegnet sie mit subtiler Ironie. Dennoch scheint zwischen ihrer Wut und Trauer auch Hoffnung auf.

Der 1961 entstandene Text ist bis heute eine Aufforderung, über »klassische« Rollenbilder hinauszudenken und neue Formen des Zusammenlebens zu entwickeln. Anlässlich des 100. Geburtstages von Ingeborg Bachmann bringen wir den Text in unserer kleinsten Spielstätte als kraftvoll-unmittelbaren Monolog auf die Bühne.
Veranstaltungsort: Konsole im Schauspielhaus Graz


Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
www.schauspielhaus-graz.com
+43 (0) 316 80 08
info@theater-graz.com
Haltestelle Freiheitsplatz/Schauspielhaus: Buslinie 30
öffentl. Parkplätze am Karmeliter- und Freiheitsplatz


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