KLAUS KADA "NUANCEN UND ATMOSPHÄREN - EIN ŒUVRE, IN FRAGMENTEN…“

Eröffnung Do 1.10., 19:30 Uhr (bis Fr 22.1.2027)

Info: muwa.at
Foto: Angelo Kaunat
Sujet der Veranstaltung
SIGRID PRINZ, Kuratorin der Ausstellung:
KLAUS KADA "NUANCEN UND ATMOSPHÄREN - EIN ŒUVRE, IN FRAGMENTEN…“

Diese Ausstellung ist keine bloße Präsentation von [Bau-]Werken im Sinne einer klassischen Werkschau. Sie soll einen [un-]gewöhnlichen Blick auf die Architektur von Klaus Kada eröffnen: jenseits der sichtbaren Oberfläche, in die Tiefen seines architektonischen und künstlerischen Denkens. Architektur wird nicht nur als fertiges und vollendetes Objekt präsentiert, sondern als Vorläufiges, Fragiles, Prozesshaftes – in Facetten, Nuancen, Atmosphären, die zeigen, wie seine Arbeiten zwischen Konkretem und Poetischem oszillieren. Sie erscheint als Gedanke, als Wahrnehmung, als Experiment mit Material, Licht, Transparenz, Farbe und Form.

Die freien wie angewandten künstlerischen [Neben-]Produktionen entfalten sich zwischen Kunst und Architektur - diese werden zu einem Resonanzraum: Was wäre, wenn die [architektonische] Form in Fragmente zerfällt, Andeutungen bleiben und die Idee selbst zum Material wird? Diese Ausstellung eröffnet solche Zwischen- und Denkräume.

Im Zentrum steht nicht das vollendete [Bau-]Werk in seiner Gesamtheit, sondern die Fragmentierung des intellektuellen, künstlerischen, architektonischen und sinnlichen Prozesses. Sichtbar wird das Werden – als Momentaufnahme oder Fragment des Entstehens –, nicht das Gewordene mit dem Anspruch auf Ganzheit. Der Denkansatz von Klaus Kada verbindet unterschiedliche Sphären und macht erfahrbar, wie Architektur als künstlerisches Medium gedacht, entfaltet und verstanden werden könnte.

[Raum-]Installationen, [Ab-]Bilder, Modelle - statisch wie bewegende Sequenzen – aus einzelnen [Moment-]Aufnahmen, sowie materialisierte Diapositive entfalten einen Raum des Imaginären, in dem Materie und Imagination, Schatten und Reflexion, Struktur und Offenheit, Solidität und Fragilität sowohl in deren Singularität als auch in einem feinen Dialog zusammenfinden. Der Ausstellungsinhalt wird zum Resonanzraum für Wahrnehmung und Gedanken: wahrnehmbar/erfahrbar nicht unbedingt als ein vollendetes [Bau-]Werk, sondern als Ausdruck einer geistigen [Denk-]Bewegung und eines [Entstehungs-]Prozesses, dessen Reflexion im jeweiligen künstlerisch-architektonischen Kontext erfolgt - erstmalig dar- und ausgestellt in Fragmenten, Nuancen und Atmosphären.

Klaus Kada sagt: „So ungefähr... schon nah dran.“



KLAUS KADA, geboren am 20. Dezember 1940 in Wagna, Steiermark. 1961 bis 1971 Architekturstudium an der Technischen Universität Graz, Diplom 1971.
Seit 1976 selbstständige Tätigkeit als Architekt, zunächst in Leibnitz, von 1976 bis 1985 in Büropartnerschaft mit Gernot Lauffer. Von 1988 bis 2019 Büro in Graz, seit 1996 usätzlich in Aachen. 1999 Gründung von kadawittfeldarchitektur gemeinsam mit Gerd Wittfeld, seit 2012 mit Kilian Kada als weiterem Partner.
1995 bis 2006 Universitätsprofessur für Entwerfen von Hochbauten und Gebäudelehre an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen.
Mehr als 120 realisierte Projekte in den Bereichen Wohnen, Bildung, Kultur, Gesundheit, Industrie und Verwaltung, darunter das Vermessungsamt Leibnitz, das Glasmuseum Bärnbach, das WIST-StudentInnenwohnheim Graz, das Institut für Pflanzenphysiologie der Universität Graz, das Festspielhaus St. Pölten, die Europäische Akademie Bozen, die Stadthalle Graz, der Urnenhain Linz, die Konzernzentrale der Pappas Group in Salzburg, das Direktionsgebäude der AachenMünchener in Aachen und die Unternehmenszentrale von adidas in Herzogenaurach.
Mehr als 140 Gastvorträge an Universitäten und Fachveranstaltungen in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika. Ehemaliger Präsident von Europan Österreich, Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) sowie der Chinese University of Hong Kong. Nationale und internationale Architekturpreise sowie staatliche Ehrungen, darunter die Ehrenzeichen der Bundesländer Steiermark und Niederösterreich.

ALEXANDER KADA, Ausstellungsgestaltung Kadadesign/Kadaconcept, entwickelt inhaltliche und gestalterische Konzepte für Ausstellungen sowie Projekte in Brand-Design und Buchgestaltung. Mehrfach mit Design- und Staatspreisen ausgezeichnet; AuftraggeberInnen aus Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Sektor im In- und Ausland. @kadadesignkadaconcept, www.kadadesign.com

SIGRID PRINZ, Ausstellungskuratorin, verbindet kuratorische Praxis mit Architektur, Bildender Kunst und Forschung. Handwerkliche Ausbildung in der Malerei und Studium der Architektur – vom GesellInnenbrief bis zum Doktorat der Technischen Wissenschaften. Seit 2025 operative, organisatorische und künstlerische Leiterin des Architektur Hauses Kärnten.



SIGRID PRINZ, curator:
KLAUS KADA “NUANCES AND ATMOSPHERES - A BODY OF WORK, IN FRAGMENTS…“

This exhibition is not merely a presentation of [architectural] works in the sense of a traditional retrospective. It aims to offer an [un]usual angle on Klaus Kada‘s architecture: beyond the visible surface, into the depths of his architectural and artistic thinking. Architecture is presented not merely as a finished and completed object, but as something provisional, fragile, and process-oriented - in facets, nuances, and atmospheres that reveal how his works oscillate between the concrete and the poetic. It appears as a thought, as a perception, as an experiment with material, light, transparency, color, and form.

His free and applied artistic [side] projects unfold at the intersection of art and architecture - becoming a space of resonance: What if [architectural] form were to disintegrate into fragments, leaving only hints, and the idea itself were to become the material? This exhibition opens up such interstitial and contemplative spaces.

The focus is not on the completed [architectural] work in its entirety, but rather on the fragmentation of the intellectual, artistic, architectural, and sensory process. What becomes visible is the process of becoming - as a snapshot or fragment of creation - rather than the finished product with its claim to wholeness. Klaus Kada‘s approach connects different spheres and allows visitors to experience how architecture might be conceived, developed, and lived as an artistic medium.

[Spatial] installations, representations, models – both static and in motion – created from individual snapshots, as well as materialised slides, unfold a space of the imagination in which matter and imagination, shadow and reflection, structure and openness, solidity and fragility come together both in their singularity and in a subtle dialogue. The exhibition‘s content becomes a resonant space for perception and thought: perceptible and experiential not as a finished [architectural] work, but as an expression of the artist‘s intellectual stance, his approach, and the [creative] process, which is reflected within the respective artistic-architectural context - presented and exhibited for the first time in fragments, nuances, and atmospheres.

Klaus Kada says: “Something like that… pretty close.”


Termine
Eröffnung 1. Oktober 2026, 19:30 Uhr
4. - 31. Oktober 2026, Mi - Mo 13:00 - 17:30 Uhr
1. - 30. November 2026, Mi - Mo 13:00 - 17:30 Uhr
1. - 31. Dezember 2026, Mi - Mo 13:00 - 17:30 Uhr
1. - 22. Jänner 2027, Mi - Mo 13:00 - 17:30 Uhr

Weitere Informationen
Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Geleitwort: LH a. D. Hermann Schützenhöfer: „Menschen. Zeiten. Begegnungen. Ein (ganz) persönliches Stimmungsbild“


MUWA Museum der Wahrnehmung
Friedrichgasse 41, 8010 Graz
www.muwa.at
+43 (316) 81 15 99
muwa@muwa.at
Haltestelle Augarten: Buslinie 34
eigene Parkplätze vorhanden


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