»DIE WAFFEN NIEDER!« von Bertha von Suttner

In Fortführung der konsequenten Kanonerweiterung eröffnet das Schauspielhaus die Spielzeit mit »Die Waffen nieder!« von Bertha von Suttner. Selten ist ein Titel so programmatisch wie dieser: Der Roman rührt in seiner Argumentation aufrüttelnd an die weltpolitischen Grundfragen unserer Gegenwart und wird im Schauspielhaus Graz zum ersten Mal auf einer österreichischen Bühne gezeigt.

Premiere Fr 25.9., 19:30 Uhr (bis Di 22.12.)

Foto: kk
Sujet der Veranstaltung
Sie hat in Graz einer Straße, einem Platz und einer Volksschule ihren Namen gegeben; ihr Konterfei war auf dem 1.000-Schilling-Schein und ist aktuell auf der österreichischen 2-Euro-Münze zu sehen: Bertha von Suttner. Als erste Frau wurde sie 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Neben ihrem pazifistischen Engagement umfasst ihr Lebenswerk auch einen großen Roman, der in der 68er-Bewegung viel zitiert wurde, heute jedoch kaum noch gelesen wird. Selten ist ein Romantitel so programmatisch für den Inhalt wie Suttners Aufruf »Die Waffen nieder!«.

Von Suttners Protagonistin, Gräfin Martha Althaus, lässt ihr Leben und damit vier Kriege, die Österreich zwischen 1859 und 1889 führte, Revue passieren. Ihr anfänglicher Patriotismus als junge Frau weicht rasch einer prinzipiellen Abneigung gegen das Kriegführen. Sie emanzipiert sich aus eigener Kraft von ihrer Herkunft aus einer kriegsgläubigen Offiziersfamilie, indem sie liest, sich eine eigene Meinung bildet und in Abendgesellschaften als kluge Rednerin auftritt. In ihrem Gesprächspartner Tilling findet Martha einen Seelenverwandten und ihre große Liebe.

Um eine größere Leser:innenschaft für ihre Botschaft zu erreichen, wählt Bertha von Suttner bewusst die Form einer (weiblichen) Lebensgeschichte. Diese spickt sie mit Tagebucheinträgen und Zeitdokumenten und verzichtet auch nicht auf große Emotionen.

Von Suttner schreibt an gegen Nationalismus, schildert scharfsinnig die Mechanismen von Propaganda und entlarvt – aufrüttelnd aktuell –, wie Feindbilder kreiert werden. Im Rahmen der programmatischen Kanonerweiterung zeigt das Schauspielhaus Graz Bertha von Suttners Werk, dessen Argumentation an die weltpolitischen Grundfragen unserer Gegenwart rührt, zum ersten Mal in Österreich – in der fein musikalisch-choreografierten Regie von Sandra Strunz.


Termine
Premiere 25.September 2026, 19:30 Uhr
29., 30. September 2026, 19:30 Uhr
8., 10. Oktober 2026, 19:30 Uhr
11. Oktober 2026, 15:00 Uhr
20. Oktober 2026, 18:30 Uhr
30. Oktober 2026, 19:30 Uhr
4. November 2026, 19:30 Uhr
5. November 2026, 10:00 Uhr
22. Dezember 2026, 19:30 Uhr


Schauspielhaus
Hofgasse 11, 8010 Graz
www.schauspielhaus-graz.com
+43 (0) 316 80 08
info@theater-graz.com
Haltestelle Freiheitsplatz/Schauspielhaus: Buslinie 30
öffentl. Parkplätze am Karmeliter- und Freiheitsplatz


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