Grazer Stadtschreiber:in
Allgemeines / Einreichfrist / Jury
Die Ausschreibung für das Stipendium Grazer Stadtschreiber:in hat begonnen.
Die Einreichfrist für Bewerbungen endet am 31. März um 23:59 Uhr.
Auf Einladung der Stadt Graz verbringen Schriftsteller:innen aus Österreich und anderen Staaten einen begrenzten Zeitraum (1 Jahr) als Gäste in Graz.
Die Idee des traditionellen Stadtschreibers des Mittelalters, der bei Ratssitzungen als Protokollführer diente, wurde wieder aufgegriffen und neu definiert. Die eingeladenen Schriftsteller:innen erhalten die Möglichkeit, ohne finanziellen Druck ihrer literarischen Tätigkeit nachzugehen und sich mit der Atmosphäre und der Kulturszene der Stadt auseinanderzusetzen.
Die Ausschreibung "Grazer Stadtschreiber:in" richtet sich nur an Literat:innen bzw. Autor:innen (Prosa, Lyrik, Theater)! - (siehe Richtlinien)
Die Bewerbung ist ausschließlich per Mail an kulturamt@stadt.graz.at möglich, die Bewerbungsunterlagen müssen ohne Ausnahme im Pdf-Format übermittelt werden!
Einreichfrist
Die Einreichfrist wird bis spätestens 15.1. des Vergabejahres am Kulturserver veröffentlicht.
Jurymitglieder
- MMaga Bakk. Silvana Cimenti
- Natascha Gangl
- Paul Klingenberg
- Mag. Stefan Schmitzer
- Andrea Stift-Laube
Richtlinien / Logo / Betreuung
Richtlinien
Richtlinien für das Literaturstipendium "Grazer Stadtschreiber:in"
Guidelines for the literature scholarship "Grazer Stadtschreiber:in"
Logo
Förderungsempfänger:innen sind verpflichtet in geeigneter Form auf die Unterstützung durch die Stadt Graz hinzuweisen. Dies hat ausschließlich mit dem Logo Stadt Graz zu erfolgen.
Betreuung
Die Betreuung erfolgt seit 1997 durch die Kulturvermittlung Steiermark über das Internationale Haus der Autor:innen Graz (I.H.A.G.)
kulturvermittlung.org
Aktuelle Stadtschreiberin
Zoltán Danyi
Biografie
Zoltán Danyi, 1972 in Senta, Jugoslawien geboren, studierte moderne Literatur an der Universität Novi Sad, Serbien, und an der Universität Szeged, Ungarn.
Ab 2003 veröffentlichte er mehrere Gedichtbände und Kurzgeschichten. Sein Debütroman Der Kadaverräumer aus dem Jahr 2015 erhielt bedeutende ungarische Literaturpreise, darunter den Miklós-Mészöly-Preis, den Tibor-Déry-Preis und den Milán-Füst-Preis. Die deutsche Übersetzung des Romans stand 2019 auf der Shortlist für den HKW-Literaturpreis. Sein zweiter Roman Rosenroman wurde mit dem einzigen unabhängigen ungarischen Literaturpreis, dem Merítés-Preis, ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung des Romans wurde 2023 von der Darmstädter Jury zum Buch des Monats gewählt. Ebenfalls 2023 erschien in der Edition Thanhäuser Aus dem Tagebuch des Gärtners. Zoltán Danyi lebt als Rosenzüchter und Schriftsteller in Senta, Serbien.
Weitere Stipendien, Auszeichnungen:
Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2019 (Shortlist),
Miklós-Mészöly-Preis 2016
Begründung der Jury
Radikal und einfühlsam, verstörend und soghaft: mit diesen sich auf den ersten Blick widersprechenden Beschreibungen lässt sich die Literatur des Schriftstellers Zoltán Danyi charakterisieren. Bereits mit seinem Debütroman „Der Kadaverräumer“ (2015), der in deutscher Übersetzung 2018 im Suhrkamp-Verlag erschien, gelang es ihm eindrücklich, die jüngere europäische Geschichte mit individuellen Biographien zu verbinden. Der 1972 in Senta geborene Autor übersetzt in dem Buch die Traumata des Jugoslawien-Krieges in eine beinahe fieberhafte, stark rhythmische Prosa, die den persönlichen psychosozialen Folgen des Balkan-Konflikts nachgeht.
Auch in seinem darauffolgenden Buch „Rosenroman“ (2023) geht Danyi, selbst Angehöriger der ungarischen Minderheit in Serbien, der Frage nach, wie sich angesichts einer gewalterfüllten Vergangenheit eine lebbare Gegenwart finden lässt, wie umzugehen ist mit Verwundungen, die sich fortwährend in Erinnerung rufen.
Gespannt sein darf man auf das Projekt, an dem er in seiner Zeit als Grazer Stadtschreiber arbeiten wird. Nachspüren will er darin den Gründen, die Menschen dazu bewegen, an Orten auszuharren, die sich zunehmend fremd anfühlen, in einer „Heimat“, die sich dem Selbst gegenüber feindselig, ausschließend und bedrohlich verhält.
Bisherige Stadtschreiber:innen
2025/2026 - Slata Roschal
Begründung der Jury
2024/2025 - Andra Rotaru
Begründung der Jury
2023/2024 - Andrea Scrima
Begründung der Jury
2022/2023 - Abdelaziz Baraka Sakin
Begründung der Jury
2021/2022 - Florian Neuner
Begründung der Jury
2020/2021 - Jana Radičević
Begründung der Jury
2019/2020 - Volha Hapeyeva
Begründung der Jury
2018/2019 - Kinga Toth
Begründung der Jury
2017/2018 - Radka Denemarková
Begründung der Jury
2016/2017 - Najem Wali
Begründung der Jury
2015/2016 - Ulrich Schlotmann
Begründung der Jury
2014/2015 - László Garaczi
Begründung der Jury
2013/2014 - Ivana Sajko
Begründung der Jury
2012/2013 - Dana Ranga
Begründung der Jury
2011/2012 - Barbara Marković
Begründung der Jury
2010/2011 - Jörg ALBRECHT
Begründung der Jury
2009/2010 - Fiston Mwanza
Begründung der Jury
2008/2009 - Péter Zilahy
2007/2008 - Nazar Hontschar
2006/2007 - Saša Stanišiæ
2005/2006 - Maruša Krese
2004/2005 - Kenka Lekovich
1996/2003 - Dževad Karahasan
1996, 1/2 Jahr - Boris L. Rahmanin
1994/1995 - Gundi Feyrer
1993/1994 - Franz Josef Czernin
1992/1993 - Gert Jonke
1991/1992 - Anselm Glück
1990/1991 - Angela Krauß
1989/1990 - Norbert Gstrein
1988/1989 - Dr. Moníková Libuše
geändert August 2025
Kontakt
Kulturamt der Stadt Graz
Stigergasse 2 (Mariahilfer Platz), 3. Stock, 8020 Graz
Tel.: +43 316 872 4940
Mobil: 0664 60872 4940
e-mail: christian.mayer@stadt.graz.at
Kulturamt der Stadt Graz
Stigergasse 2 (Mariahilfer Platz), 2. Stock, 8020 Graz
Tel.: +43 316 872 4900
Mobil: 0664 60872 4900
e-mail: michael.a.grossmann@stadt.graz.at